Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Erbgutmarkierung bei Leukämie

Nur vermeintlich krebstypisch

[22.01.2016] Wie krebstypisch ist die Abweichung vom Muster am Erbgut gesunder Zellen? Zu neuen Erkenntnissen in dieser Frage sind jetzt Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) zusammen mit Kollegen in der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen sowie weiteren Kooperationspartnern gekommen.

An einer Form von Blutkrebs entdeckten sie, dass das Markierungsmuster der Krebszellen zum großen Teil eher das Reifestadium der Vorläuferzellen im Moment der Krebsentstehung reflektiert, als tatsächlich eine krebstypische Abweichung darzustellen. Möglich wurde dieses bahnbrechende Forschungsergebnis durch modernste bioinformatische Methoden, über die jetzt in einer renommierten Fachzeitschrift berichtet wurde (Nature Genetics 2015, DOI: 10.1038/ng.3488). Sie können die Entwicklung epigenetisch wirksamer Krebstherapien möglicherweise nachhaltig beeinflussen.

Weitere Informationen: http://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2016/dkfz-pm-16-03-Erbgutmarkierung-bei-Leukaemie-ist-nur-vermeintlich-krebstypisch.php

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